| 06. Januar 2012
„Die Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2016 haben einen wichtigen Meilenstein erreicht“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, in Öhringen (Hohenlohekreis) bei der Überreichung des Bewilligungsbescheids in Höhe von fünf Millionen Euro an Oberbürgermeister Thilo Michler. „Jetzt können die Öhringer beginnen, ihre Stadt umfassend und nachhaltig zu gestalten. Landesgartenschauen sind keine sechsmonatigen ,Blümchenschauen‘, sondern sie verbessern die Infrastruktur, stärken die lokale Wirtschaft und schaffen stadtnahe und innerstädtische Frei- und Erholungsräume - sie schaffen also Grün auf Dauer“, betonte Bonde. Die Landesregierung halte daher auch künftig an dem Förderprogramm „Natur in Stadt und Land“ fest, werde jedoch verstärkt auf eine ökologische und nachhaltige Verwendung der Fördermittel achten. Auch die Bürgerbeteiligung spiele eine wichtige Rolle.
Die Landesgartenschau Öhringen zeichne sich auch durch das gelungene Miteinander von Natur und Architektur aus, zum Beispiel durch die historische Sanierung des Hofgartens, den Neubau eines Kinderspielplatzes mit Streichelzoo, die Schaffung eines Feuchtbiotops oder die Ausweisung von Flächen für Trendsportarten. Einen weiteren Schwerpunkt bilde die Renaturierung der Ohrn. „Die Landesgartenschau 2016 wird Öhringen um ein Stück Natur bereichern und der Stadt neue Impulse geben“, zeigte sich der Minister überzeugt. Von dem Projekt profitiere der Tourismus in der gesamten Region. „Wir erwarten einen positiven Impuls für den Tourismus weit über den Hohenlohekreis hinaus“, betonte der auch für den Tourismus zuständige Minister abschließend.
Landesgartenschauen werden in Baden-Württemberg bereits seit 1980 durchgeführt. Seitdem haben über 27 Millionen Menschen die Gartenschauen besucht. Die Investitionszuschüsse des Landes in die Grünanlagen beliefen sich bislang insgesamt auf knapp 80 Millionen Euro. Die veranstaltenden Städte haben zusätzlich über 150 Millionen Euro investiert. Der Landeszuschuss hat durchschnittlich mehr als den sechsfachen Betrag an Investitionen im unmittelbaren Bereich der Grünflächen wie auch im weiteren Bereich der städtebaulichen Entwicklung ausgelöst. Damit wurden vor Ort wertvolle Impulse gesetzt. Darüber hinaus erhalten Landesgartenschau-Städte für Begleitmaßnahmen zur Landesgartenschau bevorzugt Mittel aus anderen Förderprogrammen des Landes.
Die nächsten Landesgartenschauen finden 2012 in Nagold und 2014 in Schwäbisch Gmünd statt.